„Lesvos big problem, my friend!“ – Die Situation auf Lesbos und die No Border Kitchen
Datum/Zeit
22/03/2018
19:30
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Veranstaltungsort
Paulaner-Gemeindehaus, Paulaner-Gemeindehaus, Paulanerplatz 13, Amberg, Bayern
Veranstaltungsform
Vortrag/Diskussion
Veranstaltungsbereich
Kinder/Jugendliche
Veranstalter
Stadt Amberg, Landkreis Amberg-Sulzbach Bündnis Migration& Integration
Webseite
Beschreibung
Als 2015 die europäischen Grenzen offen standen, flohen viele Menschen über Lesbos nach Europa. Mit der Schließung der Balkanroute und dem EU-Türkei-Deal hat sich die Situation im März 2016 geändert. Lesbos ist seitdem nicht mehr Transitinsel, sondern für viele die bisher letzte Station auf ihrem Weg nach Europa. Die Wege aufs Festland sind versperrt, die Wege zurück ebenso. Wer einen Asylantrag stellt, muss mit langen Wartezeiten rechnen. Wer keinen stellt, versucht irgendwie von der Insel wegzukommen.
Ein großer Teil der momentan etwa 8.000 Refugees, die auf Lesbos festsitzen, lebt auf der Straße oder in besetzten Häusern. Die No Border Kitchen Lesvos, ein autonomer Verbund von Aktivist*innen, kümmert sich um ein paar dieser Squats und versorgt mehrere hundert Menschen mit Nahrung, Kleidung und dem Nötigsten zum Leben. Außerdem versucht sie, die Menschen während ihres Asylprozesses oder bei der Weiterreise zu unterstützen und Polizeigewalt, Abschiebungen und unrechtmäßiges Verhalten der Behörden zu dokumentieren, sichtbar zu machen und dagegen vorzugehen.
Der Vortrag will einen Einblick in die Situation auf Lesbos und die Arbeit der No Border Kitchen geben. Was bedeutet Europas Abschottungspolitik und die immer weiter fortschreitende Externalisierung der EU-Außengrenzen? Die Referentin Sophia Lösche stammt aus Amberg, lebt und studiert in Leipzig. Sie engagiert sich in verschiedenen Initiativen gegen Rassismus, für Bewegungsfreiheit und für die Öffnung der Grenzen. Seit 2016 versucht sie regelmäßig nach Lesbos zu reisen und die Umstände dort zu dokumentieren.
Teilnahme 5 €, ermäßigt 3 €