Vortrag von Volker Weiß: „Die autoritäre Revolte“

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Datum/Zeit
14/03/2018
19:00 - 21:00
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Veranstaltungsort
Hochschule Zittau/Görlitz, Bluebox, 1.01, Hochschule Zittau/Görlitz, Bluebox, 1.01, Brückenstraße 1, 02826 Görlitz, Sachsen

Veranstaltungsform
Vortrag/Diskussion

Veranstaltungsbereich
Sonstiges

Veranstalter
VIELFALTER - Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Görlitz

Webseite
www.vielfalter.info


Beschreibung

Die autoritäre Revolte
Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes

Datum
14.03.2018, 19:00 Uhr

Ort
Hochschule Zittau/Görlitz
Brückenstraße 1, 02826 Görlitz
Bluebox, 1.01

Referent:
Dr. Volker Weiß, Historiker und freier Publizist. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Theorie, Geschichte und Gegenwart der extremen Rechten und des Antisemitismus.

Nationalismus statt Globalisierung, Identität statt Emanzipation – Das sind zentrale Themen der neuen rechten Bewegungen, die derzeit unter der Fahne des „Abendlandes“ in die politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung drängen. Dabei sind die „neurechten“ Vorkämpfer und Gruppierungen wie die Identitäre Bewegung, die AfD oder die Initiative „Ein Prozent“ ihren historischen Vorläufern zum Verwechseln ähnlich, wie Volker Weiß gründlich aufzeigt. Er belegt: Gegenwärtig werden radikalnationalistische Strömungen der Vergangenheit wieder aufgegriffen und nur oberflächlich mit einem moderneren Anstrich versehen, der einen „Kulturkampf von Rechts“ auf den Weg bringen soll.

In seinem Vortrag zeichnet der Historiker die aktuelle Entwicklung des neuen/alten rechten Denkens auf und geht auf zentrale Akteure, geistige Stichwortgeber, Strategien und Methoden ein. Mit einem fachlich fundierten Blick in die deutsche und europäische Geschichte zerlegt er die Mythen der Neuen Rechten und zeigt deren innere Widersprüchlichkeit auf. Volker Weiß geht dem autoritären Weltbild nach und veranschaulicht Übergänge von Konservativismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Auch dem Schlagwort einer „Konservativen Revolution“, welches jüngst wieder durch Alexander Dobrindt in die öffentliche Debatte getragen wurde, geht er dabei nach und weist auf dessen Ursprung in faschistischen Denkrichtungen der Zwischenkriegszeit hin. Zugleich demaskiert Weiß den Gestus der Rechten als „68er von rechts“ und ihre Selbstinszenierung als „Kämpfer für das Volk“. Eine augenöffnende Analyse.

Im Anschluss gibt es Gelegenheit zur Diskussion. Diese wird moderiert von Prof. Dr. Raj Kollmorgen, Direktor des TRAWOS-Instituts und Professor für Management sozialen Wandels an der Hochschule Zittau/Görlitz.
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Veranstalter
Partnerschaft für Demokratie im LK Görlitz
in Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz

Informationen
info@vielfalter.info